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Auf Auswilderungsfahrt mit der Seehundstation Norddeich

Unser Geheimtipp heute ist eigentlich gar keiner, weil jeder sie kennt – die Seehunde. Aber wir möchten heute von einem besonderen Erlebnis berichten: einer Auswilderungsfahrt von der Seehundstation Norddeich.

Am 19. September war es soweit. Mit der vierten Auswilderungsfahrt in diesem Jahr wurden acht junge Seehunde in die Freiheit erlassen. Zwischen 60 und 120 Tagen waren die acht in der Seehundstation in Norddeich zu Gast. Als Heuler, von ihren Müttern verlassen, hatten Sie eigentlich keine Chance zu überleben. Doch nun haben sie, wie bereits 135 andere ausgewilderte Seehunde das Auswilderungsgewicht von mindestens 25 Kilo erreicht. „Oschi“ war mit 116 Tagen am längsten in Norddeich – und „Herbert“ mit etwas über 27 Kilo der Schwerste.

Die Fähre Baltrum III brachte die jungen Seehunde mit samt ihren Begleitern und den geladenen Gästen zur östlichen Spitze von Norderney. Dort, wo das berühmte Schiffswrack liegt, besteht auch ein nur mit einem kleinen Zaun abgesperrter Schutzbereich für die Seehunde. Die Baltrum III landete an, die Tierpfleger brachten die Körbe mit den Tieren an Land und – nach dem die Fähre wieder abgelegt hatte – wurden die acht freigelassen. Als die Körbe geöffnet wurden, gab es kein Halten mehr. Sofort robbten die acht ins Meer und ein paar schwammen sofort los. Ein paar andere Seehunde brauchten noch etwas Zeit und es schien so, als würden Sie sich noch von ihren engagierten Tierpflegern verabschieden.

Beobachtet wurde das Ganze auch von etwa 40 Seehunden einer Gruppe die etwas weiter entfernt auf dem Sandstrand in der Sonne lagen. Sie musterten die neuen Ankömmlinge und das Treiben insgesamt sehr aufmerksam.

Als Heuler bezeichnet man übrigens Jungtiere, die von Ihren Müttern getrennt wurden. Da Seehunde viel Ruhe benötigen, sind es meistens Menschen, die diese Ruhe stören und dazu beitragen, dass Mutter und Kind getrennt werden. Im Herbst gibt es in der Natur übrigens keine Heuler mehr. Alle Tiere, die jetzt noch alleine unterwegs sind, sind bereits selbständige Jungtiere. Sie sind weder auf die Mutter, noch auf menschliche Hilfe angewiesen.

Mehr über das Leben der Seehunde sowie über das Wattenmeer als Lebensraum erfahren Besucher von 10-17 Uhr in der Seehundstation Nationalpark-Haus. Karteninhaber einer OSTFRIESLANDCARD sparen beim Eintritt – Infos dazu gibt es hier.

Unser Tipp – macht doch einmal eine Seehundfahrt oder eine Wattwanderung mit, und erfahrt in mitten der Natur Wissenswertes und Interessantes über die Seehunde. Ein wirklich unvergessliches Erlebnis.

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