Eine Gemeinschaftsausstellung über die Umwelt Ostfrieslands
Man kann in Ostfriesland ja so viele tolle Dinge erleben, unternehmen, erspüren, sehen, hören und riechen – das mag natürlich für viele Plätze auf unserem schönen blauen Planeten gelten, aber in dieser Region gleicht alleine durch viel Wind wettertechnisch kaum ein Tag dem anderen – darüber hinaus gehen hier zahllose alte, überlieferte und noch gelebte Traditionen Hand in Hand und in trauter Harmonie mit modernem Fortschritt übern Deich spazieren. Man kann hier Strandtage verleben, Naturwanderungen durch Wälder, Wiesen oder durch das Weltnaturerbe Wattenmeer unternehmen, durch urige Fischerdörfer oder tolle Einkaufsmeilen flanieren oder spannende Stunden in einem der vielen wunderbaren Museen verbringen.
Insgesamt zehn Museen, die sich zu einem Museumsverbund Ostfriesland zusammengeschlossen haben, bieten in diesem Jahr nun eine echt interessante Gemeinschaftsausstellung an: „Van Huus to Huus. Häuser und Hausbau in Ostfriesland“. Hierbei widmet man sich aus verschiedenen Blickwinkeln der gebauten Umwelt der Region – im Binnenland, an der Küste und auf den Inseln – und auch den Menschen, die diese geplant und bewohnt haben. Ihr erfahrt die Ideen der Architekten und der Baumeister, lernt die Unterschiede der Häuser für Kaufleute, Händler, Badegäste und Landarbeiter kennen und könnt den Wandel des ostfriesischen Häuserbaus nachvollziehen. Auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Abriss alter Gebäude findet sich hier wieder.
Die einzelnen Ausstellungen, die im Endeffekt dann eine Einheit bilden, aber auch gut separat besucht werden können, eröffnen nach und nach – ich stelle Euch hier alle zehn einmal kurz vor.
Ostfriesisches Teemuseum Norden
Bereits seit Mitte Februar und bis zum 20. Oktober 2024 könnt Ihr hier die Ausstellung „Das Alte Rathaus von Norden – ein Haus im Wandel der Zeit“ besuchen. Das wunderschöne Backsteingebäude ist in seiner fast 500-jährigen Geschichte bereits für unterschiedliche Zwecke genutzt worden, seit den 1920er Jahren dient es dem Heimatverein Norderland e.V. als Museumsgebäude. In der Sonderausstellung erfährt man viele Details des Funktionswandels, die baulichen Veränderungen und seine Bedeutung für die Stadt. Wenn Ihr Eure OSTFRIESLANCARD vorzeigt, erhaltet Ihr an der Kasse einen Rabatt von 25%.
Fehn- und Schiffahrtsmuseum Westrhauderfehn
Unter dem bedeutungsschwangeren Namen „Was ein Aufriss – Bauzeichnungen von Bernhard Kramer und Gerhard Burlager“ kann man hier seit März und noch bis zum 31. Oktober 2024 etliche Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert von beispielsweise Kapitänshäusern, Ställen oder Backhäuschen der beiden Architekten bewundern. Diese haben viele lange Jahre auf einem Dachboden überdauert und können nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Ostfriesisches Schulmuseum Folmhusen
Die Ostfriesen sind schlau – das ist alleine schon durch die Tatsache bewiesen, dass sie bereits im Mittelalter Schulen hatten. Diese unterstanden genau wie die dort vermittelte Bildung seinerzeit der Kirche. Bereits seit Mitte März und ebenfalls bis zum 31. Oktober 2024 kann man in dem ehemaligen Schulgebäude die Veränderungen der ostfriesischen Lehrhäuser im Laufe der Jahrhunderte anhand von Fotos und Bauzeichnungen nachvollziehen. Als Inhaber der OSTFRIESLANDCARD erhaltet Ihr hier 50% Rabatt auf den Eintritt.
Deutsches Sielhafenmuseum in Carolinensiel
Demnächst stelle ich Euch in einem weiteren Artikel auch noch ganz ausführlich den tollen Ort Carolinensiel vor – dieser war vor 200 Jahren Drehscheibe zwischen Seehandel und Export von landwirtschaftlichen Produkten. Das kann man auch heute noch an der Bebauung, besonders im Museumshafen, erkennen. In der Sonderausstellung „Häuser am Hafen – Geschichten von Mauern und Menschen“ erfährt man spannende Hintergründe dazu.
Inselmuseum auf Juist
Dieses Museum auf meiner früheren Wahlheimat – der Insel Juist – ist sowieso ein echtes Juwel und es wurde vor kurzem nach umfangreicher Renovierung noch besser und umfangreicher wieder eröffnet. Ab dem 21. April und bis Anfang 2025 gibt es hier die besondere Ausstellung „Bilderbücher an der Wand – historische Fliesen in friesischen Stunden“. Fliesen repräsentieren auf besondere Weise ein Stück ostfriesischer Kulturgeschichte, denn sie wurden hier in früheren Zeiten millionenfach an die Wände gebracht. Hier seht Ihr viele wunderschöne blau-weiße Motive.
Landarbeitermuseum Suurhusen
„Steen up Steen – Arbeiterhäuser in der Marsch“ heißt die dortige Sonderausstellung, die man ab dem 12. Mai und bis Mitte Oktober 2024 sehen kann und die einen in das karge Leben der Marsch-Arbeiter im 17. Jahrhundert zurückführt. Ihr werdet anschaulich erleben, wie man damals Trinkwasser gewann und seine Hinterlassenschaften entsorgte.
Museum Nordseeheilbad Norderney
Auch diese ostfriesische Insel lädt seine Gäste ab dem 26. Mai (bis Anfang Dezember) in eine besondere Ausstellung ein: „Paläste für Gäste – Bäderarchitektur im Seebad Norderney“. Dabei kann man wunderbar nachvollziehen wie nach und nach die einfachen Gebäude der Insel – ausgehend vom Kurplatz mit dem bekannten Conversationshaus – durch prächtige Villen und Hotelbauten ersetzt wurden und sich das Gesicht der auf Sand gebauten Stadt immer mehr veränderte.
Historisches Museum Aurich
Die zweitgrößte Stadt Ostfrieslands widmet einem früheren Bewohner eine ganze Ausstellung und erweist ihm dadurch eine berechtigte Ehre. Ab dem 16. Juni bis zum 08. Dezember erfährt man in „Das Genie von Aurich – Conrad Bernhard Meyer: Baumeister, Künstler, Tausendsassa“ alles über den außergewöhnlichen Künstler, der in seinem Leben (1755-1830) zahlreiche Gebäude in der Kreisstadt errichtete und deren Charakter nachhaltig prägte. Mithilfe von virtueller Realität taucht Ihr in die damalige Zeit ein oder könnt Euch die Leistungen des Architekten anhand von Lego-Modellen anschauen.
Museum „Leben am Meer“ in Esens
Solltet Ihr in den Sommerferien in Ostfriesland sein, dann besucht auf jeden Fall die Sonderausstellung „Das Gesicht einer Stadt – Baudenkmale in der Stadt Esens“ – nämlich vom 16. Juli bis zum 01. September. Man erlebt die unterschiedlichen kunsthistorischen Bau-Stile anhand der verschiedenen Gebäude und lernt die Stadt mal unter ganz anderen Gesichtspunkten kennen. Besitzer der OSTFRIESLANDCARD erhalten 25% Rabatt auf den regulären Eintrittspreis.
Heimatmuseum Leer
Die 70er Jahre gelten als eine Zeit der Krisen und Umbrüche, aber auch eines eigenen Stils. Die Menschen waren geprägt vom vorhergehenden rebellischen Jahrzehnt. Man ging auf die Straße, protestierte gegen Atomkraft und gegen Krieg. Auch in Ostfriesland wehte ein neuer Wind: In Leer gründete sich 1973 die Bürgerinitiative Altstadtsanierung, die maßgebend zur Sanierung der Altstadt beitrug. In der Ausstellung „Die wilden Siebziger“ – Protest und Altstadtsanierung Leer 1973-1978“ kann man diesen Wandel des Stadtbildes ab dem 17. August bis Februar 2025 nachvollziehen. Mit der OSTFRIESLANCARD kostet Dich der Eintritt 1,00€ weniger.
Unser Tipp:
Zur Gemeinschaftsausstellung ist ein begleitendes Buch mit vielen Abbildungen und erklärenden Texten erschienen. Dieses ist zum Preis von 7,80€ über den Verlag der Ostfriesischen Landschaft oder in den zehn beteiligten Museen zu erhalten.

Uta – ursprünglich eine jecke Niederrheinerin – ist auf der Nordseeinsel Juist entstanden, wo sie auch 16 Jahre lang gelebt hat. Sie bloggt also über ihre zweite Heimat Ostfriesland – und daneben auf Don´t forget to Hüpf.
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