Auf Entdeckungsreise im ehemaligen Moor
Der Wald, der früher ein Moor war – so könnte man den Berumerfehner Forst nennen. Wo sich heute Birken und Weiden, Buchen und Küstentannen aneinanderreihen, da wurde früher entwässert und Torf abgebaut. Das nach der letzten Eiszeit entstandene Moor war in der 1970er-Jahren abgetorft und trockengelegt, und die Berumerfehner entschlossen sich zur Aufforstung. Nachdem sich einige Baumarten bereits auf natürliche Weise angesiedelt hatten, wurden Lärchen, Winterlinden und Stileichen zusätzlich angepflanzt. Mit Erfolg. Heute ist der Berumerfehner Wald mit etwa 3,5 Quadratmetern ein idyllisches Naherholungsgebiet und wird nicht selten als schönster Wald Ostfrieslands bezeichnet.
In der Tat gibt es im Wald in Berumerfehn, ein Ortsteil der Gemeinde Großheide, ungewöhnlich viel zu entdecken. Da ist zum Beispiel die Märcheninsel. Auf einem See mitten im Wald steht auf einer kleinen Insel unter einem Pavillon mit Reetdach eine Rotkäppchen-Figur. Auch der Wolf aus dem Märchen der Gebrüder Grimm ist mit von der Partie.
In Sichtweite der beiden Märchenfiguren steht am Ufer des Waldsees ein 1894 errichtetes Denkmal. Die rote Ziegelwand mit Inschriftenplatte aus Sandstein erinnert an die Gründung der Norder Fehngesellschaft 1794. Sie war von Bürgern der Stadt Norden als privates Wirtschaftsunternehmen gegründet worden, um in den Mooren von Großheide Torf abzubauen.
Im Berumerfehner Wald versteckt sich noch ein kleiner, aber sagenumwobener Stein. Der Radbod-Stein soll Zeuge davon sein, dass der gleichnamige König der Friesen hier seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Radbod, von 679 bis 719 Herrscher über das Großfriesische Reich, hinterließ durch seinen Widerstand gegen die Christianisierung einen bleibenden Eindruck in der Bevölkerung.
Stichwort Eiskeller, Weisheitentafeln und Moormuseum – der Berumerfehner Wald hält noch einige Überraschungen bereit. Einfach weiterentdecken!
Adresse Kirchweg, 26532 Großheide. Anfahrt aus Aurich B72 Richtung Großheide, Tom-Brook-Straße und Westerwieke bis Dorfstraße, Parkplatz Wald- und Moormuseum.
Öffnungszeiten Jederzeit zugänglich
Unser Tipp Direkt am Wald befindet sich im Gebäude der ehemaligen Dorfschule das Wald- und Moormuseum mit einer umfangreichen natur- und heimatkundlichen Sammlung.

Leseprobe aus dem Buch
111 Orte in Ostfriesland, die man gesehen haben muss
Erschienen im Emons-Verlag, Autoren: Lena und Manfred Reuter
Land zwischen Teezeremonie und Energiewende
Ostfriesland. Weit mehr als schwarzer Tee und Windmühlen. Längst hat sich die Halbinsel im Norden der Republik zu einer Top-Urlaubsadresse etabliert. Und dennoch gibt es dort jenseits der Touristenattraktionen verborgene Orte, mystische Geschichten und kulturhistorische Schätze, die in ihren Bann ziehen. Ostfriesland ist vor allem wesentlich moderner und innovativer als sein Ruf. Moderne Häfen, erneuerbare Energien, mutige Start-Ups und pfiffige Freizeitangebote machen die Region zwischen Dollart und Jadebusen zu einem ebenso liebenswerten wie wertvollen Lebensraum

Lena Reuter, geboren 1985 in Aurich, kommt aus und schreibt über Ostfriesland. Unter anderem arbeitet Sie an Ihrem Krimi-Debüt und hat die 111 Orte- Reihe mit Büchern über Norderney und Aurich bereichert.
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