Wie bereits erwähnt: ich liebe Weihnachten und den vorab stattfindenden Advent. Dementsprechend bin ich natürlich auch ein riesiger und leidenschaftlicher Weihnachtsmarkt-Fan. Es ist ja aber doch auch einfach nur wunderbar, im Licht der vielen Kerzen an den geschmückten Buden nach der einen oder anderen Geschenkidee zu schauen, den Duft von gebrannten Mandeln und Bratwurst in der Nase, den Geschmack von Feuerzangenbowle im Mund und sich in die Weihnachtsstimmung zu bummeln.
Und Ostfriesland wäre nicht Ostfriesland, wenn hier die Weihnachtsmärkte nicht einen ganz besonderen Charme aufweisen würden… aber seht selbst, denn ich habe Euch ein paar tolle Tipps diesbezüglich zusammen getragen:
Diese Weihnachtsmärkte in Ostfriesland solltet Ihr besuchen:
Der Auricher Weihnachtszauber bietet auch in diesem Jahr wieder reichlich Genussvolles. Mehr als 25 gastronomische Betriebe sorgen für Dein leibliches Wohl. Und das Angebot ist wirklich umfangreich: Gegrilltes wie Bratwurst, Burger oder Steaks, Pommes Frites, Pizza, Fisch in vielen Arten und Variationen, Reibekuchen, Poffertjes, gebrannte Mandeln, kandierte Früchte, Crepes, Berliner und vieles mehr. Fehlen darf dazu natürlich nicht der leckere Auricher Küstenglühwein, heißer Apfel, Kakao, Tee oder Kaffee. Für die Freunde kalter Getränke stehen natürlich auch Bier oder eine große Auswahl verschiedener anderer Getränke zur Auswahl.
Es sind auch wieder zahlreiche Kunsthandwerker aus der Region vertreten, die ihre Werke direkt auf dem Weihnachtsmarkt ausstellen. Das bietet die Möglichkeit, das ein oder andere Weihnachtsgeschenk zu erledigen.
Für die Kleinsten gibt es schöne Karusell zu entdecken – das Originellste von ihnen ist sicherlich das älteste Pferdekarussell Deutschlands. 6 Fahrten kosten 10 €.
Vor der wirklich eindrucksvollen Kulisse des barocken Wasserschlosses hat der Dornumer Weihnachtsmarkt am 01. Dezember 2022 seine Pforten geöffnet. Über die Brücke am Schlosswald, vorbei an einem festlichen Lichtermeer erreichst man den Schlossplatz. Drei Euro Eintritt pro Erwachsenen sind ein fairer Preis. Kinder bezahlen nichts. Geschmückte Weihnachtsbäume, funkelnde Lichter und knisternde Feuerkörbe zaubern eine nostalgisch-romantische Atmosphäre. Im großen Zelt kann man unter Heizstrahlern gemütlich zusammensitzen. Aus den gemütlichen Weihnachtshütten im skandinavischen Stil duftet es dabei nach gebrannten Mandeln, Zimt und würzigem Glühwein.
Im Nebengebäude des Schlosses bieten Kunsthandwerker ihre Waren an. Und natürlich ist auch der Weihnachtsmarkt vor Ort und hat für die Kleinen Geschenke mit dabei.
Kurzum, der Weihnachtsmarkt in Dornum ist ein vorweihnachtliches Fest, das alle Sinne anspricht. Leider schließt der Weihnachtsmarkt in Dornum schon recht früh am 9.12.2022 – auf der anderen Seite ist das auch irgendwie sympathisch.
In der Fußgängerzone der sehr schönen ostfriesischen Stadt findet man neben traditionellen Glühwein- und Leckereien-Ständen bestimmt auch Buden mit richtig schönem „Schnickedöns“. Eröffnet wird der „Wiehnachtsmarkt achter´d Waag“ jedes Jahr am Freitag vorm 1. Advent und zwar mit einem großen Laternenumzug für die Kinder durch die weihnachtlich geschmückten Straßen und Gassen bis zum Denkmalplatz mit Empfang im Rathaus auf der Strecke.
An der 13 Meter hohen Weihnachtspyramide, dem toll geschmückten Weihnachtsbaum und der großen Krippe bekommt man sein Kind wahrscheinlich nicht so schnell wieder weg – aber man selber kann ja an der Bühne auf dem Waageplatz verweilen und den lokalen Musikern lauschen, die für festliche Stimmung sorgen.
Die ostfriesische Seehafenstadt bekommt in der Adventszeit alle Naselang ganz schön berühmten und bedeutenden Besuch. Zunächst fährt Sinterklaas, der holländische Nikolaus den dortigen Hafen mit dem Schiff an und reitet anschließend Süßigkeiten verteilend mit seinem Pferd durch die Stadt. Ab dem 1. Adventssonntag kommt zudem der Weihnachtsmann jeden Tag gegen 17.00 Uhr zur Bühne im Stadtgarten und hat kleine Geschenke für die Kinder im Gepäck.
Aber die großen Besucher kommen auf jeden Fall auch voll auf ihre Kosten, denn die Stadt an der Emsmündung verwandelt sich am Ratsdelft und im Stadtgarten immer komplett in eine einzigartige Weihnachts-Wunderwelt. Die Museumsschiffe und Traditionssegler am Hafen werden mit tausenden kleinen Lichtern geschmückt. Man kann bei den meisten an Bord gehen und von dort das Meer aus warmem Licht genießen. Der Budenzauber der Stadt nennt sich „Engelkemarkt“ – die Figur des goldenen Jungfrauenadlers über der Stadtmauer im Emder Stadtwappen steht dafür als Namenspatron, denn die Bewohner nennen ihr Wappen liebevoll „Engelke up de Muer“ (Engel auf der Mauer).
Der Weihnachtsmarkt rund um den Valoisplatz trägt den verheißungsvollen Namen „Weihnachten am Meer“. Zur Eröffnung des winterlichen und toll geschmückten Budendorfes erscheint der Weihnachtsmann, der anschließend an jedem Adventssonntag eine Sprechstunde für die Kinder abhält, um ihre Wünsche, ein Lied oder Gedicht zu hören. Für alle anderen Tage gibt es einen Weihnachtsmann-Briefkasten neben der großen Bühne. Hier erlebt man immer wieder Live-Musik oder nette Kinder-Programme.
Eine witzige Aktion ist der Weihnachtspullover-Tag – wer dann mit einem entsprechenden Kleidungsstück auf den Weihnachtsmarkt kommt, erhält satte 20 Prozent Rabatt auf alle Speisen und Getränke.
Das Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel ist ja zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert – in der Adventszeit erstrahlt hier alles in total schönem weihnachtlichen Glanz. Besonderes Highlight ist dabei der stets um die 15 Meter hohe schwimmende Weihnachtsbaum, der mit Hilfe eines großen Autokrans am 1. Adventswochenende auf einen Schwimmponton im Museumshafen gesetzt wird. Bei dieser liebgewonnene Tradition sind meist fast alle großen und kleinen Einwohner dabei und genießen Bratwurst, Grog und die Geselligkeit.
Ab diesem Zeitpunkt erstrahlt dann im gesamten Ort bis ins neue Jahr hinein das sogenannte „Lichtermeer“: Das total schöne Ambiente erstreckt sich durch die Straßen rund um den Museumshafen und entlang der zwei Kilometer langen Harle-Promenade bis zum Schöpfwerk Harlesiel. Die Mehrzahl der Gebäude wie Restaurants, Cafés, Wohn- und Geschäftshäuser werden durch markante Punkte ins „rechte Licht“ gerückt – teilweise farbig oder mit weihnachtlichen Projektionen angestrahlt. Viele Bäume sind zudem mit Lichterketten geschmückt. So richtig zur Geltung kommt das Ganze, wenn man es von der Wasserseite aus zu sehen bekommt, indem man zur abendlichen Lichterfahrt mit dem Raddampfer Concordia II aufbricht.
An der Harle-Promenade findet außerdem der Wintermarkt statt, der mit zahlreichen kulinarischen und adventlichen Angeboten aufwarten kann.
Unser Tipp:
Auch auf den ostfriesischen Inseln gibt es den einen oder anderen Adventszauber und ich kann Euch nur empfehlen, gerade in dieser Jahreszeit mal auf eine der Fähren zu steigen und die wirklich besinnliche Ruhe und Abgeschiedenheit zu erleben. Vorweihnachtliche Hektik und unpassender Trubel bleiben auf dem Festland.
Auf meiner früheren Heimat Juist findet jedes Jahr an einem Tag im Advent ein Weihnachtsmarkt des hiesigen Kunsthandwerks statt – und das ist immer super schön. Die Juister/innen und Besucher stehen mit dampfenden Glühweintassen auf der Gräfin-Theda-Straße beisammen und nebenbei kann man noch bei Keramik, Gold- und Silberschmuck, handgesiedeten Seifen, Treibholzkunst, Taschen, Fotografien und Klötenkörn gestöbert werden.
Bilderquelle: Bild vom Auricher Weihnachtszauber

Uta – ursprünglich eine jecke Niederrheinerin – ist auf der Nordseeinsel Juist entstanden, wo sie auch 16 Jahre lang gelebt hat. Sie bloggt also über ihre zweite Heimat Ostfriesland – und daneben auf Don´t forget to Hüpf.
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Ostfriesland wäre nicht Ostfriesland, wenn hier die Weihnachtsmärkte nicht einen ganz besonderen Charme aufweisen würden
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